Die Lasagne-Strategie. Lutz Klaus über das Return Stacking. "Ich mag nicht vor die Hunde gehen, wenn die Märkte crashen"

Shownotes

Klassische Mischfonds versprechen seit Jahrzehnten das Beste aus zwei Welten: Aktien für Rendite, Anleihen für Stabilität. Doch spätestens 2022 hat gezeigt: Wenn Aktien und Anleihen gleichzeitig fallen, wird aus Diversifikation schnell Enttäuschung. "Multi-Asset muss neu gedacht werden." Nicht nur mischen, sondern schichten. Das Stichwort lautet Return Stacking. "Das Verlangen nach guter Performance ist eben groß. Und ich mag nicht vor die Hunde gehen, wenn die Märkte crashen." Collateral, Core Beta, Stack und Tail-Hedge. Return Stacking ersetzen immer öfter klassische Mischfonds. Wenn Aktien und Anleihen gleichzeitig fallen, wird aus Diversifikation schnell Enttäuschung. Lutz Klaus, Chief Investment Officer von Tungsten Capital Management im IP Invesorenplattform Podcast über die Schicht-Strategie (wie bei einer Lasagne): "Collateral ist die Sicherheit. Das Core-Beta-Portfolio ist dieser Aktien-Renten-Mix. Wir bevorzugen einen konservativen 30-70-Mix. Eine weitere Absicherung ist das Tail-Hedging."

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00:00:00: Heute unser Thema im Podcast Liquid Alternatives.

00:00:05: Alternative Investments, der Podcast für Investment-Profis.

00:00:11: Die Zukunft des Investments beginnt hier!

00:00:14: Willkommen bei der Alternative Investment Podcast wo wir die spannendsten Chancen außerhalb der traditionellen Märkte entdecken von exklusiven Immobilienprojekten bis zu disruptiven Technologien.

00:00:26: Wir helfen institutionellen Investoren klügere Investmententscheidungen zu treffen.

00:00:33: Klassische Mischfonds sprechen ja seit Jahrzehnten das Beste quasi aus zwei Welten.

00:00:39: Aktien für Rendite und auf der anderen Seite Anleihen für Stabilität, doch spätestens zwanzig-zweiundzwanzig hat gezeigt wenn Aktien und Anleinen gleichzeitig fallen wird aus diversifikationsschnell Enttäuschung.

00:00:51: mein heutiger Gast sagt Multi-Asset muss neu gedacht werden.

00:00:55: nicht nur mischen sondern schichten!

00:00:58: Das Stichwort lautet Return Stacking.

00:01:01: Was heißt das?

00:01:02: Und was bedeutet das angenommen, wir würden jetzt einhundert Euro hernehmen.

00:01:06: Wie funktioniert das Portfolio anders und warum dabei Futures eine Rolle spielen und wo die Risiken liegen?

00:01:12: Das spreche ich mit Lutz Klaus Chief Investment Officer von Tangsten Capital Management.

00:01:18: Herr Klaus Servus

00:01:19: Hallo Grüße.

00:01:20: Herzlich Willkommen zum IP Investoren Plattform Podcast!

00:01:23: Was steht denn auf Ihrer Visitenkarte für weitere Verantwortlichkeiten?

00:01:27: also für was sind Sie alles verantwortlich?

00:01:33: Was machen sie anders als ein klassischer Mischfond-Anbieter?

00:01:37: Stacking heißt ja nicht einfach, besetzt nur stapeln.

00:01:41: Im Finanzkontext bedeutet Return Stacking also ungefähr rendite stapeln, rendite Quellen übereinanderschichten.

00:01:50: Also, man legt nicht Aktien an und alternativ nebeneinander sondern schichtet mehrere Renditequellen auf dasselbe Quartal.

00:01:57: Steigen wir ein!

00:01:58: Also viele Anlege kaufen ja Mischfonds weil sie sagen ich will nicht voll ins Risiko aber auch nicht nur defensiv parken.

00:02:07: das Problem ist aber wenn Aktien stark steigen fühlt sich der Mischfor zu defensiv an.

00:02:11: Ja und andersrum wenn dem Markt fällt fühlt er plötzlich gar nicht mehr so sicher am Markt.

00:02:19: Ist genau diese Frust der Ausgangspunkt für Ihre Strategie, wo ist das Problem?

00:02:23: Das

00:02:23: fasst es eigentlich sehr gut zusammen.

00:02:25: Also Kapitalanlage ist immer ein Kompromiss und sie wollen natürlich so viel wie möglich Rendite wirtschaften, wie es nur irgendwie geht.

00:02:33: aber am Kapitalmarkt gibt's Rendite nur dafür wenn Sie Risiken eingehen.

00:02:37: Und der klassische Mischfond, Sächsig-Fürzig, das ist schon so eine Art Kompromess, muss ich schon sagen, hundert Prozent Aktien wären mir zuviel, zehn Prozent Aktianwärme zu wenig aus einer reinen Risikosicht.

00:02:51: In einem Sechzig, vierzig Portfolio machen schon die Aktien mehr vom Risiko aus als die Anleihen.

00:02:57: aber man nimmt es sozusagen in Kauf weil man sagt naja langfristig steigen die ich habe für einen gewissen Zeitraum muss sich halt die Schwankungen ertragen.

00:03:07: Aber wie Sie schon sagen, wenn es nach oben geht fühle ich mich immer zu unter investiert und wenn's nach unten geht fühl ich mich zu überinvestiert.

00:03:13: Und da kommt es eben schon zur ersten Frage ja schiechte ich jetzt mehr oder weniger in Aktien?

00:03:19: Und die nächste Frage, wenn ich das für mich beantwortet habe Wie kriegt das Portfolio jetzt eigentlich noch zusätzlich stabilisiert?

00:03:27: also wie Sie haben es angesprochen wie im Jahr böseste Feind des Portfolio-Managers hinterm Busch vorkommt, nämlich positive Korrelation.

00:03:38: Und genau dann möchten Sie eigentlich weder in Aktien noch ein Anleihen investiert sein wenn beides fällt sondern denn wollen sie entweder Anlagen haben die dazu wirklich unkorreliert sind wie gibt es dann meistens aber tatsächlich gar nicht.

00:03:54: Ich mal Ausnahme gucken.

00:03:55: Commodities.

00:03:56: oder Sie wollen sogenannte Handelsstrategie haben die halt nicht zwingend fallen, nur weil Aktien und Anleihen fallen.

00:04:03: Bevor wir da jetzt reingehen lassen ist das nochmal richtig.

00:04:06: versteht also mehr Diversifikation heißt der klassisch meist weniger vom Rendite Kuchen Aktien.

00:04:13: Und vielleicht können Sie noch mal erklären was ist in twenty-twohundzwanzig passiert?

00:04:16: ok Aktien runter anleihen runter.

00:04:18: warum ist das so passiert?

00:04:19: Und warum nochmal dieses sechzigvierzig Modell dann eigentlich ja nicht zufrieden stellt?

00:04:24: Zwei tausend zwanzig kam im prinzip zwei dinge aufeinander A. der Inflationsschock aus der Post-COVID Zeit, das heißt in COVID hatten wir quasi einen negativen Angebotschock.

00:04:36: es gab plötzlich nichts mehr und Konsum wurde erst mal ausgesetzt.

00:04:40: und plötzlich wollten wir alle wieder alles haben als die Welt wieder geöffnet wurde und dadurch hat sich ein sehr großer Inflationstruck dort entwickelt.

00:04:48: Den haben auch sogar die Zentralbanken unterschätzt.

00:04:51: Sie kennen das noch mit diesem Transitory, ja, die Inflation, die wir sehen, die ist nur vorübergehend.

00:04:56: Das war dann aber nicht so und darüber hinaus kamen eben noch Russland-Ukraine Krieg der eben auch nochmal zusätzlich zur Inflasion beigetragen hat weil eben zum Beispiel bei uns die wichtigste Rohstoffgas immer teurer wurde.

00:05:11: So kam es zu einem Inflationsschock.

00:05:13: Inflacion bedeutet negative Realrenditen und das heißt sie müssen Sie verlangen für eine Anleihe, verlangen sie dann mehr Rendite.

00:05:22: Das bedeutet die Anleiher fällt jetzt und Aktien tun dann eben das Gleiche weil nämlich die Zinsen also der Discount Faktor daneben stark ansteigt.

00:05:33: und so sind Aktien und Anleihen dann im Tandem gefallen.

00:05:37: und da war es dann dahin mit ihrer Diversifikation und alle haben sich gewünscht Mensch hätte ich doch damals mehr Absolut Return Bausteine gehabt.

00:05:47: So, jetzt das muss langsam ran zu dem Griff Return Stacking.

00:05:49: Also nicht was muss aus einem Portfolio raus, sondern wie kann ich das gleiche Kapital intelligenter nutzen?

00:05:56: Der Dreh ist quasi von entweder oder zu... naja ja und also klassisch heißt es immer entweder mehr Rendite oder mehr Sicherheit.

00:06:03: Das haben wir gerade besprochen.

00:06:04: Entweder Aktien oder Anleihen, entweder Alternatives rein oder Beta raus.

00:06:09: Sie drehen es jetzt um und sagen nicht entweder-oder sondern Ja Was ist der Kern von Return Stacking?

00:06:15: Der Kern von return stacking ist, dass Sie eben genau diese Entscheidung nicht treffen um mein Portfolio jetzt sicher zu machen mit Absolute Return Strategien?

00:06:24: was verkaufe ich eigentlich aus meinem Portfolium raus?

00:06:27: Aktien und Anleihen oder eine Mischung von beiden.

00:06:38: Dort wohlt sie, wenn Sie einen Exposure herstellen wollen zu der Assetklasse wo Sie nicht den kompletten Kapitaleinsatz reinbringen müssen.

00:06:47: Vital-Anleger kennen das aus Zertifikaten, Hebelzertifikaten.

00:06:51: im Prinzip ist so ein Future ganz ähnlich nur eben dass er Börsen gehandelt ist und nicht von einem Investmentbank emitiert wird.

00:06:58: Aber im Prinzip funktioniert es so, sagen wir Sie haben hundert Euro.

00:07:02: Dann haben sie die Wahl nach.

00:07:04: ich könnte das direkt in eine Aktie oder in einen Aktionkorb packen in einem Fonds oder Sie kaufen davon ein Derivat und dafür brauchen Sie vielleicht nur fünfzehn oder zwanzig Euro als Sicherheit zu hinterlegen und haben dann eben schon dieses Aktien Exposure.

00:07:19: Und das bedeutet, wenn Sie fünfzehn bis zwanzig Prozent, also zwanzich Euro haben sie jetzt als Sicherheit hinterlegt.

00:07:24: Dann haben Sie noch achtzig Euro über mit denen Sie wachen können, was Sie wollen.

00:07:29: und genau hier setzen wir an und sagen von diesen achtzig euro die wir noch über haben kaufen wir uns jetzt absolut returnen Strategien rein.

00:07:38: Also eine Mischung aus verschiedenen Strategien, die möglichst oder erwartbar ein ganz attraktives Rendite Profil haben der sichere einen stabilen Kesslo- oder Renditestrom eben abwerfen.

00:07:54: Das Problem bei diesen Absolute Return-Strategien, die wollen wir natürlich alle haben.

00:07:59: Aber dadurch dass sie eben so sicher sind geben Sie relativ wenig Rendite her.

00:08:03: Ich sage mal, so eine Zielrendite ist da immer so drei, vier, fünf Prozent.

00:08:07: dann ziehen Sie noch den sicheren Zins ab und bleiben vielleicht nur noch zwei über den sichern Zins übrig.

00:08:12: Und das heißt dieses Absolute return tut halt wirklich weh wenn Sie dafür Aktien oder Anleihen ersetzen und deswegen starten wir darauf.

00:08:20: Dann kommen diese zwei Prozent abs Return eben oben drauf und wir haben unser Ziel erfüllt.

00:08:26: Manche Hörer wissen genau, wovon sie berichtet haben.

00:08:28: bei anderen würde ich sagen... Ich glaube wir müssen Futures mal entmystifizieren.

00:08:33: Viele Hörern denken da eben sofort an Zockerei.

00:08:36: aber sie nutzen Futures nicht um Wild zu spekulieren sondern um Marktexplosions effizient aufzubauen und Derivate Da braucht man nicht nervös werden.

00:08:45: Der entscheidende Punkt ist ja für den Future muss ich nicht den kompletten Kaufpreis aufbringen, möchte ich das richtig verstanden haben, sondern eben eine Sicherheitsleistung.

00:08:53: dadurch bleibt kapitalfrei also zwei bis fünf Prozent Margin und Rest haben sie gesagt.

00:08:58: damit kann ich machen was ich will.

00:09:00: Genau, also so ein Future ist alles nichts Schlimmes.

00:09:02: Also wenn wir es jetzt genau so machen wie ich es gerade einleitend erklärt habe anstatt dass Sie hundert Euro investieren kaufen sie eben quasi im Gegenwert von Hundert Euro so einem Future.

00:09:12: da müssen Sie nur sagen wir mal jetzt zwanzig Prozent als Sicherheit hinterlegen.

00:09:17: noch haben sie jetzt quasi etwas identisches.

00:09:20: eine ist mit dem anderen komplett identisch.

00:09:24: spekulativ wird es erst.

00:09:26: Jetzt habe ich gesagt, jetzt haben wir noch achtzig Euro über.

00:09:28: Damit können wir machen was wir wollen.

00:09:30: Spekulativ wird es jetzt wenn ich sage auch von den Achzig Euro nehme ich nochmal zwanzig als Sicherheit und kaufe mir nochmal so einen Future.

00:09:38: Jetzt sind sie nicht mehr identisch sonst sind sie zweifach gehebelt.

00:09:41: Und wenn Sie dann sagen ja das ist mir doch nicht genug, dann nehmen Sie noch ein und noch ein.

00:09:45: Und sagen wir mal wenn Sie achzig hinterlegt haben also achzig als Sicherheit hinterlegt hat und vierfach gehebelt bären kleiner Kursrutsch nach unten bei den Aktienreichen, dass sie all ihre Sicherheit aufgebraucht haben.

00:09:59: Und das wäre dann eben das Problem wenn Sie Futures dafür nutzen zu wilder Spekulation mit hohen Hebeln.

00:10:06: Solange Sie aber nur diesen Stand hat eigentlich nur das eine Investment durchs andere ersetzen technisch haben Sie erst mal überhaupt keinen Nachteil auch keine höheren Risiken dadurch.

00:10:18: So jetzt kommt Noch mal zum Verständnis, die Lasagne.

00:10:21: Frage ist sozusagen.

00:10:22: Sie haben natürlich ihre Präsentation vorher geschickt?

00:10:24: Das fand ich sehr spannend!

00:10:25: Sie haben es verglichen mit der Lasagne also beim klassischen Mischvor liegt eben alles nebeneinander.

00:10:30: wie schon erklärt Aktien anleihen vielleicht noch irgendwas Alternatives und bei der lasagne liegt alles übereinander unten.

00:10:37: die Basis darüber weitere Schichten.

00:10:39: jede schicht soll den eigenen Beitrag leisten.

00:10:43: Das ist der einfachste Übersetzung von Return Stacking.

00:10:45: So, jetzt gehen wir mal zu den Profis rüber!

00:10:47: Also Ziel ist es ja, sie haben verschiedene Schichten.

00:10:50: Welche Schicht ist bei Ihnen am Boden?

00:10:52: Welche schicht bringt die Würze und welche schicht ist der Brandschutz falls die Küche brennt?

00:10:57: Sie nennen hier vier verschiedenen Varianten.

00:10:59: Collateral, Corbeta, Stack- und Tail Hatching.

00:11:03: Vielleicht können wir die einmal durchgehen was das im Detail bedeutet.

00:11:06: Genau, das Collateral ist die Sicherheit diese Hinterlegung Also Sie haben ein Discord Beta-Portfolio, ist dieser Aktienrentenmix den wir herstellen.

00:11:13: Tatsächlich stellen wir jetzt bei uns in diesem Fonds nicht diesen Sechzigvierzig Mix her sondern wir mögen lieber so einen Dreißig-Siebzig-Mix also eher ein konservative Mix.

00:11:24: Den stellen wir quasi erstmal her.

00:11:26: dafür müssen wir relativ geringe Sicherheiten hinterlegen.

00:11:29: das heißt das Core Portfolio ist eben dieses Beta, Aktienrente und dann Das Collateral, das ist die Margin, die Sie an Sicherheit hinterlegen.

00:11:39: Sie können jetzt Cash hinterlegen oder kurze Anleihen.

00:11:41: Da machen die Broker keinen Unterschied und dann wurde die Börsen.

00:11:45: wir bevorzugen da kurzanleihen So!

00:11:49: Und dann kommt der Stack da oben drauf, dass entsehm diese Absolute Return Strategien davon gibt es relativ viele.

00:11:58: Der Klassiker sind zum Beispiel die Trendfolge-Strategie.

00:12:01: in den Achtziger, Neunzigern, Zwei Tausender Jahren hat man sehr viel in diesen Trendfolge-Strategien, also Managed Future Strategie investiert.

00:12:10: Das heißt immer dann wenn irgendein Markt hochgeht und egal welcher, dann investieren sie halt mehr da rein und wenn er runter geht immer weniger und wenn es zu lange runter geht werden Sie sogar short dagegen.

00:12:21: Das bedeutet eben dass Sie, wenn Sie in so eine Trendfolgestrategie sind, dann haben Sie, Sie nutzen zwar die gleichen Assetklassen wie Ihr Basisponfolio das ist kein buy and hold sondern dann liegt quasi ja eine Tradingstrategie hinter.

00:12:33: Dann mögen wir Konvexitätsstrategien und das ist der Grund, warum wir erstmal mit wenig Aktien im Kern-Portfolio anfangen.

00:12:42: Weil wir eben sogenannte Convexität, also Trendfolge ist auch schon quasi eine Konvexität-Strategie und Konvextät stellen wir nochmal zusätzlich her mit Optionen, also hier wieder mit Derivaten.

00:12:54: Da nutzen wir eben Call and Put Option und die zeichnen sich eben dadurch aus, dass auch hier wenn Trends entstehen dann haben sie plötzlich immer mehr Exposure.

00:13:04: Und so kommen wir über die Trendfolge und über die Konvexität Strategien.

00:13:08: Kommen wir dazu das unser Portfolio Wenn es mal aufgestellt ist dann doch eben rund sechzig Prozent Aktienquote hat und die kann eben sogar noch darüber hinaus gehen und bei den Bons ist es ähnlich.

00:13:21: Dann gibt es noch zusätzlich und das ist eigentlich so die Würze, da sind diese Carry-Strategien.

00:13:27: Carry-Strategien sind eben ganz verschieden in allen möglichen Assetklassen.

00:13:34: Schauen Sie halt wo kriegen sie stabile hohe Erträge also hoch?

00:13:39: In dem Sinne dass sie über dem Geldmarktsatz, die so was funktioniert zum Beispiel im Währungsbereich.

00:13:46: Da nehmen Sie die hochverzinslichen Räume und kriegen halt aus denen etwas mehr laufende Erträge als in den Niedrigzinsländern.

00:13:54: Klassiker ist Dollar Yen.

00:13:56: Heute hat sich das alles ein bisschen verschoben.

00:13:58: oder Schweizer Franken

00:13:59: etc.,

00:14:00: südafrikanische Rand Die stellen sie dann nebeneinander.

00:14:04: Eine andere sehr weitverbreitete, vor allen Dingen in Deutschland, Carry-Strategien sind Bolatilitätsstrategien wo Sie halt die Bolatilitärsrisikopremien einnehmen.

00:14:13: Da muss man wieder so ein bisschen aufpassen dass sie nicht zu viel Aktienexposure dadurch künstlich beimischen.

00:14:18: aber wir sind da eben Spezialisten das kriegen wir dann eben schon hin.

00:14:22: also von diesen Carry-Strategien gibt es noch viel mehr Merger arbitrage das machen wir zum Beispiel nicht.

00:14:28: Aber eben im Bond-Bereich gibt es da eben Techniken, also bei den Anleihen zwischen Kursen und langen Anleinen.

00:14:35: Das mischen wir eben alles dabei!

00:14:37: Und als absolute Sahne oben drauf – das ist eben die leckere Soße, die dann eben obendrauf kommt auf die Lasagne und mit Käse überbacken wird.

00:14:46: Das sind Absicherungstrategien.

00:14:49: Hier wird's nämlich interessant.

00:14:50: so.

00:14:50: eine Stacking-Strategie habe ich gerade schon gesagt.

00:14:54: Die ist nicht ganz ungefährlich in dem Moment wo sie vielleicht zu hochhebeln und wo dann manchmal mal der Margincall kommt.

00:15:02: Deswegen haben wir es ja erst einmal so ein bisschen konservativer eben auch, aber je nachdem was die Märkte machen – ich kann noch mal stark nach unten fallen, das kann auch mal stärker nach unten fallen als in den Jahr zwei Tausend Zweiundzwanzig – dann kommt vielleicht doch irgendwo der Margencall und ihre Konvexitätstrategien, die funktionieren vielleicht auch gerade nicht?

00:15:21: Und wir wollen um Gottes Willen nicht in die Not kommen unser Portfolio aufgeben zu müssen, das heißt Risiken zu reduzieren nur deswegen weil Märkte gefallen sind.

00:15:35: Das ist einer der größten Standards vielleicht Fehler auch die man im Portfoliomanagement machen kann.

00:15:42: Man baut sich ein Portfolium dass man nicht durchhalten kann.

00:15:46: Ist Return Stacking dann auch ein psychologischer Vorteil?

00:15:49: Weil man diversifikationläge durchhält

00:15:52: Nicht zwingend, je nachdem wie sie das Return Stacking machen.

00:15:55: Ich würde mal sagen dieses Beimischen also diese Grundphilosophie dass wir um Gotteswillen unser Portfolio nicht hergeben wollen wenn der Margin Call kommt.

00:16:04: Das ist etwas sage ich mal das ist uns eigen das macht nicht jeder so.

00:16:08: andere return stacking Portfolien sind vielleicht value at risk gesteuert und die sagen dann naja wenn es zu bunt wird Dann gehen wir doch ein bisschen in den Risiken runter.

00:16:16: das passiert bei uns nicht und dafür haben wir eben Absicherung Strategien aber eben richtige Absicherungsstrategien, das heißt sogenannte Tail-Hatching Strategie.

00:16:25: Die haben wir sowohl bei den Aktien als eben auch bei den Anleihen.

00:16:29: Das heißt nur wenn die Zinsen wirklich weit herausfliegen dann würden diese Absicherungstrategien greifen.

00:16:38: und bei den Akzien ist es ebenso die normalen Schwankungen, die versuchen wir gar nicht erst nur ansatzweise abzusichern sondern es geht uns darum um richtig heftigen Rücksetzer bei den Aktien, aber dann ist unser Portfolio sogar übersichert.

00:16:55: Das heißt wir können aus dem Gewinn, aus diesen Absicherungen können wir den Margincall locker bezahlen und bekommen vielleicht sogar noch in die Lage dass wir günstiger, wenn die Märkte dann im Gefallen sind sie meistens eben auch günstig, dass wir ein günstige Exposures einsammeln können und machen uns doch nichts vor Ort.

00:17:13: Rendite also gerade auch, ich meine wir stehen natürlich als Formanager immer mit anderen Formanagern eben auch im Wettbewerb.

00:17:19: Das ist so der Kundevergleich, der guckt in Morningstar-Listen wer steht da jetzt gerade oben und wer steht nach unten?

00:17:25: So da ist immer ein gewisser Wett Bewerb!

00:17:28: Und wer gewinnt diesen Wett bewerbt?

00:17:30: Gestern haben es beim Fußball gesehen dass er einfach noch offensiver spielt und noch mehr Tore schießt.

00:17:35: Und das ist eben bei diesen Sechzig-Vierzig-Portfolien Wettbewerb, wenn die Aktien steigen der dann die meisten Aktien hatte.

00:17:41: Also der nicht sechzig Prozent Aktien hat sondern Achtzig und wenn es nach unten geht dann der eben nur zwanzig Prozent Aktie hat statt Sechzig Wenn alles nach untengeht ja der vielleicht mehr Cash hat.

00:17:52: Das ist so ein Ding da ist viel Glück und Pech dabei und das macht eigentlich so auch keinen Sinn Denn am Ende des Tages kann man das gar nicht so gut prognostizieren was da demnächst auf Aktiennetz besser laufen als Anleihen.

00:18:04: Aber die Langfristrendite eines Portfolios wird natürlich dann gemacht, wenn sie diese Shocks überstehen.

00:18:12: Wenn Sie mal richtig nach unten gehen und wenn Sie dann in so einem Schock, wenn es minus dreißig, minus vierzig Prozent nach unten geht, wenn Sie nicht verkaufen müssen sondern kaufen dürfen Dann haben Sie eine Basis gelegt von einer für eine gute, hohe Rendite in diesem Anlage-Marathon, den man ja eigentlich durchgeht.

00:18:31: Wir machen das ja nicht für drei Monate sondern wollen es ja für zehn, zwanzig, dreißig Jahre.

00:18:35: Für alle die jetzt denken von welchem Fußballspiel spricht er?

00:18:38: Ich vermute das ist mein Paris gegen Bayern wahrscheinlich!

00:18:42: Dann wird das Bild auch klarer.

00:18:44: ich versuche noch mal mit anderen Worten zusammenzufassen also dieses Tailhatching dass es nicht gegen einen Schnupfen sondern gegen den echten Herzinfarkt also es sichern eher die wirklich hässlichen Phasen ab.

00:18:53: Also nicht die einfachen Dinge richtig rappelt, das würde ich sozusagen so beschreiben.

00:18:59: Ist es die richtige Besetzung?

00:19:00: Ja!

00:19:00: Das ist halt.

00:19:01: wenn Sie bei einer Autoverseicherung die Versicherungen nur so sagen... Wenn mehr als sechzig Prozent Schaden nimmt dann soll die Versicherung greifen.

00:19:11: den Rest zahle ich aus eigener Tasche.

00:19:13: Wenn sie jetzt wissen, ich will einen sehr sicheren Autofahrer können sie sowas machen.

00:19:17: Wenn Sie ständig Crashes irgendwo machen, dann sollten sie so eine Versicherung nicht reingehen.

00:19:22: aber die Versichern sagt sie natürlich auch Leute möglichen Besiken da versichert haben.

00:19:26: Jeden Rollen, jeden kleinen Kratzer.

00:19:28: Damit ist die Versicherung natürlich dementsprechend auch teurer.

00:19:31: Wenn man so was herstellen könnte.

00:19:33: ein anderes Beispiel damit es noch abstrakter wird sie würden ihre Tourenschuhe ja nicht gegen Abnutzung versichern je mehr sie laufen würde sich dann abnutzen und würde die Versicherungen sagen okay denn weiß ich das hier schon sondern sie versichere Touren schuhe einfach gegen Diebstahl.

00:19:46: Schönes Beispiel das mit dem Turnschuhn.

00:19:48: Also vielleicht auch mit anderen Worten, damit jetzt keine falsche Erwartungen stehen?

00:19:51: Das ist kein Zaubertrick und kein glatter Geldmarkt Plusfonds!

00:19:55: Es ist eine anspruchsvolle Portfolio-Konstruktion mit Derivaten mehr Renditequellen und bewussten Risiko.

00:20:01: also keine Zauberlasagne sozusagen.

00:20:03: für wen passt das und für wen eher nicht?

00:20:06: Ich glaube die Nachfrage nach guter Performance Die ist hoch bei allen möglichen Investoren.

00:20:12: es kommt dann immer drauf an wenn sie Verfahren in einem Fonds zum Beispiel anwenden, passt das rendite Risikopry viel grundsätzlich zu so einem Anleger.

00:20:21: Ich sage mal ein Family Office, dass sowieso hundertprozenten Aktien anlegt weil sie sagt über die nächsten fünf sechs Generationen da werden Aktien immer besser als Anleihen laufen.

00:20:31: Die würden ja sowieso nicht diversifizieren in Anlein.

00:20:34: Warum sollten Sie das tun?

00:20:36: Aber in dem Moment, wo ich ein bisschen mehr Sicherheit in meinem Portfolio haben möchte.

00:20:41: Dann fange ich dann eben an, in Mischfonds zu gucken.

00:20:44: und wenn sie sich so für sagen wir mal für Misch-Fonds mit einem mittleren Risikoprofil interessieren also irgendwo in diesem dreißig-siebzig bis sechzig-vierzig Teil, dann sollte sich unser Fond hier stark qualifizieren Weil wir eben diese Return-Stacking Bausteine haben, um auf die normalen Rendite, die das sich für sich Portfolio abwerfen sollte dann eben noch Zusatzrentiten bekommen.

00:21:12: Und eben für den Investor der sicher gehen will dass sein Agent also sein Portfoliomanager und es sind dann wir hoffentlich in dem Fall, dass er wirklich von der Grundphilosophie her sagt ich will meine Verluste begrenzen Die täglichen Börsenschwankungen, die müssen wir in den Kauf nehmen.

00:21:29: Da bringt das überhaupt nix, klar noch das letzte Quäntchen raus zu optimieren.

00:21:34: aber ich mag nicht vor die Hunde gehen wenn sie merkt immer komplett zusammencraschen und dafür ist eben so ein Fonds geeignet.

00:21:42: Also die Börsendlasagne ist serviert unten die Basis darüber zusätzliche Renditequellen oben noch einen Crash-Schutz Herr Klaus?

00:21:51: Ich danke Ihnen!

00:21:52: Ja sehr gerne, danke Ihnen für die Gelegenheit.

00:21:56: Das war der Alternative Investments Podcast.

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