Transaktionsfinanzierung - Stromautobahn statt Hockey-Stick: Warum TransnetBW für Anleger planbar bleibt
Shownotes
Pascal Scheeff, Senior Manager für Transaktionsfinanzierung bei der LBBW Asset Management, erklärt, warum Übertragungsnetzbetreiber die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz halten müssen, also das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch. Bis 2045 könnte sich der Strombedarf grob verdoppeln, getrieben von Industrie, Wärmepumpen und Elektromobilität. Deutschland bleibt trotzdem robust, 2024 waren es im Schnitt rund 11 Minuten Stromausfall pro Person. TransnetBW betreibt in Baden-Württemberg ca. 3.100 km Höchstspannungsnetz. ULTRANET und SuedLink sowie Umspannwerke und Transformatoren treiben die Investitionen. Für Anleger zählt die Anreizregulierung: Die Bundesnetzagentur legt die Eigenkapitalverzinsung fest, aktuell ca. 7 %. Nach Kosten erwartet Scheeff etwa 5 % laufende Ausschüttung. Das Südwest Konsortium hält 24,95 % an TransnetBW, investierbar über einen geschlossenen Spezialfonds ab 1 Mio. Euro. Tickets reichen von 1 Mio. Euro bis über 200 Mio. Euro, rund 60 Investoren. NAV 106,5 nach rund 1,5 Jahren. Fundraising-Runde 3: 628 Mio. Euro nach 1,1 Mrd. Euro zuvor.
Nur für B2B Kunden. Der in diesem Podcast beworbene Spezial-AIF darf nur an juristische Personen, die professionelle Anleger im Sinne des KAGB sind, vertrieben werden. Bitte lesen Sie das jeweilige Informationsdokument, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Prognosen zu Renditen oder Auszahlungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute unser Thema im Podcast Infrastructure.
00:00:05: Alternative Investments, der Podcast für Investment-Profis.
00:00:11: Die Zukunft des Investments beginnt hier.
00:00:14: Willkommen bei der Alternative Investments Podcast, wo wir die spannendsten Chancen außerhalb der traditionellen Märkte entdecken.
00:00:21: Von exklusiven Immobilienprojekten bis zu disruptiven Technologien, wir helfen institutionellen Investoren, klügere Investmententscheidungen zu treffen.
00:00:31: Ja, herzlich willkommen.
00:00:32: Mein Name ist Pascal Schäf und ich bin Senior Manager Transformationsfinanzierung bei der LBWC Asset Management.
00:00:40: und bin verantwortlich für das Thema Infrastruktur, insbesondere die Finanzierung von Netzbetreibern und kommunaler Infrastruktur bei der LBWV Asset Management im Bereich Private Markets.
00:00:51: Herzlich willkommen zum IP-Investoren-Plattform Podcast.
00:00:56: Das ist der BtoB Podcast für alternative Investments, heute Höchstspannung im Depot mit Vernetzung der Energiewende oder auch Transformationsfinanzierung.
00:01:11: Also das ist heute unser Thema.
00:01:12: Ich begrüße nochmal Pascal Schäf.
00:01:14: Ich grüße Sie, Servus.
00:01:16: Servus, guten Tag.
00:01:17: Herr Schäf, auf Ihrer Visitenkarte steht Transformationsfinanzierung.
00:01:22: Was ist das genau?
00:01:25: Ja, im Endeffekt tatsächlich kann man es im Wortsinn verstehen.
00:01:28: Wir finanzieren die Transformation, und zwar insbesondere die Transformation der Energiewende.
00:01:33: Also sprich alles, was notwendig ist, damit wir in Deutschland im Jahr zwei tausendfünfundvierzig klimaneutral werden.
00:01:39: Da ist eine Menge an Bedarf, was Finanzierung anbelangt, was Infrastrukturfinanzierung anbelangt.
00:01:45: Und da sind wir dafür verantwortlich in unserer Einheit, und zwar mit dem Fokus auf Eigenkapitalfinanzierung.
00:01:50: Es ist ein Riesenthema.
00:01:52: Wir könnten eigentlich zwei Stunden diesen Podcast machen.
00:01:54: Ich habe mal versucht, das Thema ein bisschen zu gliedern und im ersten Block möchte ich mich mit Ihnen über Energiewende, Elektrifizierung und natürlich die Netze unterhalten.
00:02:02: Sie sprechen von Elektrifizierung der Volkswirtschaft.
00:02:06: Da haben Sie jetzt eine Jahreszahl genannt.
00:02:08: Wie stark streikt denn unser Strombedarf?
00:02:10: bis zu zwanzig, fünfundvierzig realistisch?
00:02:12: Und was bedeutet das für die Netzinfrastruktur?
00:02:15: Ja, das ist eine sehr spannende und vor allem auch aktuelle Frage, weil jetzt jüngst der Netzbedarfsplan, der Entwurf des neuen Netzbedarfsplan, veröffentlicht wurde.
00:02:23: Gibt verschiedene Szenarien bis zu im Jahr zwei tausend fünfundvierzig, aber man kann grob sagen, dass sich der Bedarf... Zirka verdoppeln wird, was den Strom anbelangt und das liegt, wie Sie richtig auch schon gesagt haben, insbesondere an der Elektrifizierung und zwar insbesondere in den Bereichen der Industrie, aber auch im Gebäudesektor, also insbesondere das Thema Wärmepumpe, was ein großes Thema sein wird für die nächsten Jahre, aber natürlich auch Elektrifizierung im Verkehr, stichwort Elektroautos.
00:02:50: Also Strombedarf, der wird richtig explodieren, Industrie, Wärme und Verkehr, ist jetzt schon klar, wohl am meisten explodiert?
00:02:59: Das hängt natürlich an den Szenarien, aber man kann schon davon ausgehen, dass insbesondere im Bereich der Industrie, aber auch im Bereich Gebäudesektor ein sehr starker, ansteigender Bedarf notwendig sein.
00:03:09: Okay, das eine ist der Stroh, der muss ja produziert werden.
00:03:13: Das andere ist eigentlich dann das Netz.
00:03:16: Oft heißt es ja, die Energiewende scheitert am Netz.
00:03:19: Ist da ein Netzausbau für sie heute schon eigentlich der Flaschenhals oder wird das erst noch so richtig kommen?
00:03:26: Das geschieht bereits.
00:03:27: Und dass es sehr erfolgreich geschieht, das sehen wir daran, dass Deutschland mit das stabilste Netz auf der Welt hat.
00:03:33: Ein ganz spannender Fakt ist, dass wir in Deutschland rund elf Minuten pro Person an Stromausfall pro Jahr hatten in den Jahr-Zwei-Tausend-Vierundzwanzig.
00:03:41: Und damit liegen wir nur einem Platz hinter der Schweiz.
00:03:43: Es ist das netzstabilste Land in Europa.
00:03:46: Wenn Sie das mit der USA vergleichen, die USA hat zehnmal mehr Stromausfälle als Deutschland.
00:03:50: Und daran sieht man, dass der Netzausbau dem Bedarf gerecht wird.
00:03:54: Es ist aber in den nächsten Jahren noch viel zu tun, insbesondere eben aufgrund des stark ansteigenden Strombedarfs.
00:03:59: Und die größte Herausforderung ist insbesondere die Interconnectoren, also sprich der Netz oder der Stromaustausch zum europäischen Ausland, aber natürlich auch der Bedarf von den stromintensiven Bereichen in Deutschland, insbesondere den Süden, also den industrielastigen Bereichen.
00:04:17: und der Stromproduktion, die im Bereich erneuerbare Energien, insbesondere im windreichen Norden geschieht.
00:04:22: Und da sind entsprechende Leitungen, die sehr hohe Kapazitäten gewährleisten können, noch im Bau, sind bereits im Bau und sind auch noch geplant für die nächsten Jahre.
00:04:33: Kommen wir zum Übertragungs-Netz-Betreiber und da sind wir auch bei der Transnet-BW.
00:04:39: Erklennen Sie doch mal unseren Sparkassen oder Versicherungshörern, Investoren.
00:04:44: Was macht ein Übertragungs-Netz-Betreiber eben wie die Transnet-BW genau?
00:04:50: Eher Stromautobahnen oder eher System-Operator im Hintergrund?
00:04:55: Ja, ich würde ein bisschen sagen, so eine Transnet-BW.
00:04:58: Wenn man mal so ein bisschen das Thema Infrastruktur als DNA in der Volkswirtschaft zieht, dann ist, glaube ich, so eine Transnet- oder so eine Betragungsnetzbetreiber und ein Stück weit sind es die Pulsadern einer Volkswirtschaft.
00:05:09: Denn das, was die Transnet gewährleistet, ist eben, dass überall ausreichend Strom zur Verfügung steht oder noch einfacher ausgedrückt, dass wir überall die Netzfrequenz von fünfzig Hertz aufrecht erhalten.
00:05:21: Und Sie müssen sich das vorstellen, dass es im Endeffekt wie ein See, wenn Sie aus diesem Stromsee Wasser entnehmen, müssen Sie in gleicher Menge wieder Wasser nachfüllen, damit der Pegel des Sees sich nicht verändert, also der Pegel sind in dem Fall die Fünfzig-Hertz.
00:05:34: Und das ist Aufgabe der Transnet immer Nachfrage und Bedarf ausgeglichen zu halten.
00:05:40: Das heißt, wenn der Strombedarf ansteigt, muss entsprechend müssen Kraftwerkskapazitäten zugeschaltet werden oder muss entsprechend über die Interkonektoren aus dem Ausland oder aus anderen Netzregelbezirken Strom zugenommen werden, damit wir wieder eine ausgewogene Netzfrequenz erreichen.
00:05:57: Wie
00:05:58: groß ist vielleicht die Transnet-BW?
00:06:00: Sind die nur in Baden-Württemberg tätig oder darüber hinaus auch ein bisschen?
00:06:03: Und was sind die größten Baustellen im Netz?
00:06:05: Leitung, Umspannwerke, Schnittstellen?
00:06:08: Ja, ganz viele spannende Fragen auf einmal.
00:06:10: Also vielleicht mal mit den einfachen Fragen angefangen.
00:06:12: Die Transnet ist ausschließlich in Baden-Württemberg.
00:06:15: Also es gibt vier Regelzonen in Deutschland, die sich die vier Übertragungsnetzbetreiber, neben der Transnet ist es die Tenet, die Ambrion und die Fünfzig Hertz aufteilen.
00:06:23: Und die Transnet ist für die Regelnzone Baden-Württemberg verantwortlich und betreibt derzeit ein Höchstspannungsnetz.
00:06:31: Wenn wir über Höchstspannung sprechen, das sind die Netze mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund
00:06:39: mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund
00:06:44: mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund mit rund Insbesondere natürlich auch in die Verteilnetze hinein, also in die Niederspannungsnetze.
00:06:56: Und gerade durch den Ausbau, Elektromobilität, Ladestationen, aber auch Wärmepunkten müssen natürlich ausreichend Transformationsstationen geschaffen werden.
00:07:05: Und das sind laufende Maßnahmen in die Netzinfrastruktur, die der Transnet-BW ständig erbringt.
00:07:11: Aber die zwei größten Projekte sind sicherlich die Übertragungsleitung aus dem Norden.
00:07:16: Das ist einmal Ultranet und einmal Südlink.
00:07:19: die beide als Gleichstromrassen derzeit errichtet werden und dementsprechend auch sehr hohe Kapazitäten mit wenig Verlust von den Norden in den Süden nach Baden-Württemberg bringen.
00:07:30: Das sind der berühmte Namen Ultranet Fütlink.
00:07:34: Das sind die prominentesten Projekte der Energiewende eigentlich sozusagen.
00:07:37: Wie viel Bauzeit und Kostenrisiken stecken eigentlich da noch drin aus Investoren Sicht?
00:07:43: Also tatsächlich gibt es immer unvorhergesehen Ereignisse beim Bau einer Netzstraße.
00:07:47: Das Schöne ist aber, dass das für den Investor trotzdem relativ gut kalkulierbar ist, was seine Renditeerwartung anbelangt.
00:07:53: Denn da hat der Gesetzgeber entsprechend vorgesorgt.
00:07:57: Wir haben in Deutschland eine sogenannte, wie auch in anderen europäischen Ländern übrigens, eine sogenannte Anreizregulierung.
00:08:02: Das bedeutet, dass entsprechend eine Eigenkapitalverzinsung von der Bundesnetzagentur für die Investoren gewährt wird.
00:08:11: Und dementsprechend sind die Auszahlungen, also die Dividenden von den Eigentümmern, von den Eigenkapitalgebern eines Übertragungsnetzbetreibers extrem gut planbar.
00:08:20: Das heißt, da gibt es relativ wenig Abweichungen.
00:08:23: Wenn man davon ausgeht, dass ein Netzbetreiber auch effizient arbeitet, was die großen Übertragungsnetzbetreiber auch tun, das sieht man in der Vergangenheit sehr gut, sind die Auszahlungen extrem stabil und extrem regelmäßig.
00:08:35: Und zu der Zeit befinden wir uns im Rahmen der Anreizregulierung für neue Investitionen bei rund sieben Prozent, also sieben Prozent Eigenkapitalverzinsung, die über die Bundesnetzagentur vergütet wird.
00:08:46: Okay, da würde ich gerne nochmal tiefer reingehen.
00:08:50: Das sind so Schlagwörter.
00:08:51: Anreizregulierung, ein Zimmer bei der Regulatorik, Eigenkapital.
00:08:56: Also um das nochmal zu verstehen, das Geschäftsmodell hängt an der Bundesnetzagentur.
00:09:00: Also wie funktioniert dieses Anreizregulierungssystem?
00:09:04: Ganz simple erklärt, wer legt fest, was Eigenkapital im Netz verdienen darf?
00:09:08: Das wird alle fünf Jahre über die Bundesnetzagentur festgelegt.
00:09:12: Das sind die sogenannten Basisjahre.
00:09:15: In diesen Basisjahren wird zum einen geschaut, wie war der risikolose Zins in der Vergangenheit und so sprich die Umlaufgründite und aus einem Mittelwert der letzten Jahre wird dann die Basisverzinsung berechnet.
00:09:30: Und da wird noch zusätzlich eine Marktrisikoprämie dazu addiert und das ergibt eben derzeit die sieben Prozent.
00:09:37: Und damit soll erreicht werden, dass Investoren eine attraktive Verzinsung für ihre Investitionen erhalten.
00:09:44: Und das ist auch notwendig, denn wir brauchen privates Beteiligungskapital zum Ausbau der Netze.
00:09:48: Und das kann natürlich nur passieren, wenn Investoren auch entsprechend eine attraktive Anlagenmöglichkeit finden.
00:09:53: Okay,
00:09:54: heißt das dann, dass die Rendite für Investoren sieben Prozent ist?
00:09:57: Nein.
00:09:58: Nein, weil wir haben natürlich eine entsprechende modellhafte Gestaltung in der Form, dass wir jetzt dem Investor nicht die Arbeit überlassen, dass er sich selber an einem Netzbetreiber beteiligt, sondern das Ganze passiert über eine Vorlösung, sodass im Endeffekt es über eine regulierte Struktur nach dem Deutschen Kapitalanlagegesetzbuch über eine Vorlösung dem Anleger zugänglich gemacht wird.
00:10:18: Und hier sind natürlich entsprechende laufende Kostenpositionen zu berücksichtigen, sodass wir derzeit von rund fünf Prozent laufender Auszahlung ausgehen.
00:10:28: Wobei man dazu sagen muss, dass aktuell die Bundesnetzagentur im Rahmen der Anreizregulierung das Ganze navigiert und dazu gab es dann auch eine Pressekonferenz von der Bundesnetzagentur und wir gehen derzeit davon aus, zumindest nach den ersten Verlautbarungen der Bundesnetzagentur, dass die Eigenkapitalverzinsung sogar noch weiter ansteigt.
00:10:46: Und das würde dann auch im Rahmen der nächsten Regulierungsperiode zu ansteigenden Auszahlungen für die Anteilseigner führen.
00:10:53: Das WACC-Ansatzkonzept, also das Weighted Average Cost of Capital.
00:10:59: Genau, der Weg, absolut richtig.
00:11:00: Das ist die Maßnahme, mit der zukünftig gemarkte Risikopräne berechnet wird.
00:11:04: Okay, korrekt.
00:11:05: Ich habe mal nachgeguckt, weil es mich interessiert, was das eigentlich genau bedeutet.
00:11:08: Also das ist quasi auf Deutsch, kann man es richtig übersetzen, das sind die gewichteten Durchschnittlinge Kapitalkosten.
00:11:13: Also ein Beispiel,
00:11:14: ein... Also Weighted Average Cost of Capital, korrekt.
00:11:17: Also ein Beispiel in Unternehmen verinsessiert sich aus Eigenkapital und Fremdkapital, also Schulden.
00:11:22: Auf das Eigenkapital wollen die Eigentümer eine Rendite haben, zum Beispiel acht, neun, zehn Prozent.
00:11:28: auf das Fremdkapital zahlt das Unternehmen Zinsen, drei, vier, fünf Prozent.
00:11:32: Ja und da weg ist der gemittelte Zusatz aus beiden, also gewichtet nach dem Anteil der Kapitalstruktur?
00:11:39: Genau, also es wird im Endeffekt unterstellt, dass ich eine Kapitalstruktur habe als Netzbetreiber von vierzig Prozent Eigenkapital und sechszig Prozent Fremdkapital und darauf wird dann eine gemittelte Rendite.
00:11:50: berechnet und das heißt, wir haben entsprechend dann eine Anreizregulierung sowohl für das Fremdkapital, für den Fremdkapitalbedarf des Unternehmens als auch für den Eigenkapitalbedarf des Unternehmens.
00:11:59: Und bei der Ermittlung der Mark-Krisiko-Premie wird es entsprechend eben nach internationalen Standards vorgegangen.
00:12:04: Das heißt, man orientiert sich auch am europäischen Vergleich, was europaweit im Rahmen der Anreizregulierung für Übertragungsnetzbetreiber bezahlt wird.
00:12:14: Jetzt haben wir natürlich Netze und das ist immer mit einer politischen Komponente.
00:12:18: Die Netzrendite kommt ja am Ende aus dem Netz entgelten, also die heute schon rund ein Viertel, also knapp bis zu dreißig Prozent der Sturmrechnung ausmachen.
00:12:26: Wie fein ist da die politische Schmerzgrenze für weitere Erhöhungen?
00:12:30: Ja, wenn man jetzt mal ins nächste Jahr schaut, durch das Infrastrukturpaket, der Regierung wird ja das Netzendgeld drastisch fallen für uns Verbraucher.
00:12:38: Das bedeutet aber nicht, dass die Netzbetreiber weniger davon bekommen, sondern das Ganze wird einfach über andere Töpfe finanziert, nämlich über das Infrastrukturpaket.
00:12:46: Das heißt, für uns als Verbraucher ist mal positiv, wir bezahlen weniger.
00:12:49: Aber daran erkennt man eigentlich auch, dass der Gesetzgeber erkannt hat, dass es keinen Sinn macht.
00:12:55: die Netzbetreiber hier entsprechend unter Druck zu setzen und die Algenkapitalrentiten zu senken, denn das wäre das falsche Signal für Investoren.
00:13:02: Und der aktuelle Nestprozess, also der Prozess, wo jetzt im Rahmen der Anreizregulierung der Novellierung stattfindet, der geht ja auch genau in die entgegensetzte Richtung.
00:13:11: Kommen wir zum nächsten Block.
00:13:13: SWK und die Fondsstruktur, die Rendite nochmal betrachtet, das genau kaufen, Sparkassen und Versicherungen, wenn sie jetzt das Südwest-Konsortium sich beteiligen, wenn sie da einsteigen.
00:13:25: Beteiligen Sie sich die an Transnet-BW oder eher an einen Infrastrukturfonds mit einem Asset eigentlich?
00:13:32: Ja, Sie beteiligen sich mittelbar an der Transnet-BW und der große Vorteil der Bohrlösung ist, dass Sie gemeinsam mit anderen auch sehr erfahrenen Investoren an der Transnet-BW beteiligt sind.
00:13:45: Ich möchte insbesondere die Sparkarsnütersicherung nennen.
00:13:49: Die Sparkarsnütersicherung ist auch gleichzeitig Lead Investor im Südwestkonsortium.
00:13:54: und hat bereits seit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Investition von Übertragungsnetzbetreibern, nämlich am Beispiel von Ampryon.
00:14:04: Und davon profitieren natürlich alle Investoren des Konsortiums.
00:14:07: Und ich denke, das ist auch ein deutlicher Vertrauensbeweis, wenn ein solch professioneller Investor mit dieser Erfahrung in Übertragungsnetzbetreibern hier auch bei Transnet-BW mit im Boot ist.
00:14:18: Und Sie haben die zwei schon mal kurz genannt, das sind dann, dass jemand an der Transnet-BW hält über die SWK.
00:14:25: Genau, also die Transnet-BW ist zu fünfzig Prozent im Eigentum der ENBW, fünfzig Prozent hält die KFW und das Südwestkonsort zum entsprechend fünfundzwanzig Prozent, korrekt.
00:14:35: Kommen wir nochmal auf die Rendite.
00:14:37: Also Ziel per Jahr bis hier rund fünf Prozent, was ist so der Plan, ist es so... Weiterhin zu erwarten?
00:14:44: Ja, da will ich
00:14:44: mich jetzt natürlich ungern festnagen lassen, weil das hängt natürlich an vielen Determinanten, aber uns ist momentan nicht bange, dass wir über Kürzungen nachdenken müssen in der Kommunikation, sondern ganz im Gegenteil.
00:14:57: Sie sehen es aktuell in der Bewertung des Voranteils.
00:14:59: Wir liegen jetzt bei dem Netto-Inventarwert von rund unter sechs Komma fünf.
00:15:03: Nach rund anderthalb Jahren Betriebsphase ist das, glaube ich, ein sehr, sehr guter Wert und zeigt auch, dass die Transnet hier sehr, sehr gut wirtschaftet.
00:15:12: Wir haben die fünf Prozent stabil auszahlen können, bisher.
00:15:16: Und jetzt im Rahmen der Novellierung der Eigenkapitalverzinsung, wie gesagt, gehen wir davon aus, dass in der nächsten Regulierungsperiode, die im Jahr und zwanzig startet, dann auch eine höhere Marktrisikoprämie durchschlägt, die viel höher, die dann sein wird.
00:15:31: Da bitte ich einfach noch um Geduld, bis tatsächlich dann auch die Konsultationsverfahren abgeschlossen sind, aber es sieht derzeit wirklich sehr positiv aus, sodass wir dann ab dem Jahr, den Jahr, den Jahr, den Jahr, den Jahr, uns eher unterhalten müssen, dass die Auszahlung dann höher sein wird oder vielleicht auch der nette Inventarwert weiter ansteigen wird.
00:15:47: Wie sieht das Zielprofil aus über den Jahr, eher laufende Ausschüttung oder eher Wertzuwachs?
00:15:52: Eher laufende Ausschüttung, also der Fokus liegt ganz klar auf den Auszahlung, wir haben jetzt hier keinen.
00:15:57: Klassisches Private Equity Investment, wo sie diesen Hockey-Stick-Effekt haben und in erster Linie auf die Wertsteigerung setzen würden.
00:16:03: Investoren erhalten ab Tag eins der Einzahlung, dann auch antalsmäßig die Auszahlung und haben damit auch ein sehr stabiles und gut teigelierbares Cash-Low-Profil.
00:16:14: Der Fonds als geschlossener Spezial vorgedacht.
00:16:16: Mindestzeichnung, wenn ich das richtig gesehen habe, eine Million Euro.
00:16:19: Also für welchen Anleger ist das wirklich gedacht?
00:16:22: Und wie sehen die typischen Ticketgrößen aus?
00:16:25: Also wir haben Ticketgrößen, wir liegen im Schnitt so bei zwanzig Millionen und haben Ticketgrößen von einer Million bis über zweihundert Millionen, also wir sind im Endeffekt wirklich sehr breit gestreut und das zeigt eigentlich auch auf der einen Seite die Heterogenität und die breite Mischung unserer Anhaltseigner.
00:16:43: Auf der anderen Seite haben unsere Anteilseigen aber wieder eine hohe Homogenität, wenn es die Ziele anbelangt, alle haben den langfristigen Fokus in deutsche Infrastruktur zu investieren.
00:16:52: Und es sind tatsächlich auch ausschließlich deutsche Investoren, was uns jetzt von den anderen Übertragungsnetzbetreibern unterscheidet, wo wir sehr viel internationales Kapital drin haben.
00:17:00: Wir haben uns sehr stark auf den deutschen Investor fokussiert und das schätzen die Investoren auch, weil wir natürlich dann auch entsprechende Rapportingleistungen auf den Bedarf von deutschen Investoren, insbesondere Versicherungen und Banken ausgerichtet haben.
00:17:13: Und das sind auch unsere Hauptzielgruppen.
00:17:16: Bisher im Konsortium haben wir sowohl Sparkassen als auch Versicherung, insbesondere aus Baden-Württemberg angebunden, aber auch sonstige institutionelle Investoren wie Versorgungswerke, Family Office und wärmerkirchliche Investoren bei uns im Konsortium.
00:17:30: Ja.
00:17:31: Die können alle über Generationen denken.
00:17:33: Als wir euch das willig, die Laufzeit geht ja bis zum Jahr zwanzig, siebenundvierzig, der Vieter sogar bis zweieinfünfzig.
00:17:39: Wir klären zu einem langen Anlageausschuss, dass er heute eine Netzentscheidung für die ganze Generation trifft.
00:17:46: Senzi, das hängt natürlich auch ein bisschen an den Zielen der Investoren.
00:17:49: Es passt sicherlich nicht für jeden, wer kurzfristige Wertsteigerungen im Fokus hat, für den passt es nicht.
00:17:56: Aber es gibt ja auch viele Investoren, die beispielsweise in den Wald investieren, was noch wesentlich längerfristiger ist.
00:18:01: Also wer jetzt wirklich den Ansatz hat, gut planbare Renditen über einen möglichst langen Zeitraum zu erwirtschaften.
00:18:08: Der ist beim Südwestkonsortium genau richtig.
00:18:10: Wer den Ansatz hat, in kurzer Zeit möglichst zweistelliger Renditen zur Wirtschaften und sehr stark auf Chancengenerierung setzt, der wird mit der Anlage sicherlich nicht glücklich sein.
00:18:20: Also es ist uns bewusst, dass die Anlage nicht für jeden Investor passt, aber für die Zielgruppe und erzählen wir eben insbesondere Versicherung und Sparkassen dazu, die auch ihr Sicherheitsorientiert investieren, für die passt es hervorragend.
00:18:32: Was gilt es noch zu erwähnen?
00:18:33: Das ist ein Produkt Artikel VIII, klassifiziert.
00:18:37: Und es ist Fundraising Runde drei, also sie wollen rund sechshundert, achtundzwanzig Millionen Euro zusätzlich einsammeln.
00:18:43: Also warum ist eigentlich dieses Summe so krumm?
00:18:46: Weil man denkt, die Energiewende braucht ja Strom ohne Ende, also auch Kosten ohne Ende.
00:18:50: Also wir brauchen Investitionen in unheimlicher Art.
00:18:53: Ja, genau.
00:18:53: Also wir haben ja auch schon eins, zwei, eins Milliarden eingesammelt.
00:18:56: Das ist jetzt, wie Sie richtig sagen, die dritte Runde.
00:18:58: Und die sechshundert, achtundzwanzig Millionen, die orientieren sich im Endeffekt am Bedarfsplan der Trendsnet.
00:19:04: Und da runtergebrochen auf unseren Anteil, auf die twenty-fünfzig Prozent, ergeben sich dann eben die sechshundert, achten, zwanzig Millionen.
00:19:11: jetzt fürs laufende Jahr, wird sicherlich nicht die letzte Fundraisingrunde sein.
00:19:14: Der Netzausbau wird auch in Zukunft noch viele Investitionen fordern.
00:19:17: Das heißt, wir werden auch noch weitere Fundraisingrunden mit hoher Wahrscheinlichkeit fahren, wann die stattfinden und in welcher Höhe.
00:19:24: Das ist allerdings jetzt heute nicht absehbar.
00:19:25: Das sind wir dann auch die Transnet-BW angewiesen, die dann auf uns zukommen will.
00:19:29: Herr Schäfig, danke Ihnen schon mal.
00:19:32: Schlussfrage.
00:19:33: Natürlich in die Zukunft.
00:19:35: Wenn wir in zehn Jahren uns widersprechen, woran würden Sie messen, dass der SWK für Ihren Vistolen ein Erfolg war?
00:19:42: Also jenseits von der Rhein-In-Ausschüttungsrendite?
00:19:45: Also, ich würde sehr freuen, wenn die Transnet die Ziele auch alle erfüllt und insbesondere natürlich damit die Klimaneutralität, zwei tausendfünfundvierzig maßgeblich positiv beeinflusst hat und das kann sich dann auch jeder Investor auf die Fahne schreiben.
00:20:00: Das ist jetzt natürlich ein Ziel, was wenig mit harter betriebswirtschaftlicher Kalkulation zu tun hat.
00:20:05: Vielleicht ein bisschen altruistisch, aber ich glaube, das ist doch durchaus für den ein oder anderen eben auch ein Argument.
00:20:10: Aber natürlich, ich bin Betriebswirt und mich würde am meisten freuen, wenn wir den Investorenzielen gerecht werden konnten bzw.
00:20:17: wenn noch ein Schnaps mehr drin ist.
00:20:19: Und da sieht derzeit auch sehr gut
00:20:24: aus.
00:20:28: Heute unser Thema im Podcast Infrastructure.
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